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42. Dorf spielt Fußball in Wemmetsweiler

1970 hat in Wemmetsweiler „das erste deutsche Dorf Fußball gespielt“. Bei der ersten Ausgabe gaben sich 32 Mannschaften die Ehre. Später wurden sogar Damen- und Seniorenklassen eingeführt. Im Rekordjahr 1979 wurden dann 69 Mannschaften gemeldet.

2011 warens nicht mehr ganz so viele. Aber „Uns kanns egal sin“ war zum ersten Mal dabei. Und das entschädigt schon für vieles. Schließlich sind wir gern gesehener Punktelieferant.

In Wemmetsweiler wird, wie bereits erwähnt, in verschiedenen Klassen gespielt. Es gibt eine A-Klasse, B-Klasse, C-Klasse, Frauenklasse, Seniorenklasse und Super-Sonderklasse. Für die A-Klasse konnten wir nicht melden, da sogar uns bewusst war, dass wir dort kein Land sehen würden. Für die B-Klasse muss jeder Spieler in Wemmetsweiler wohnen, arbeiten oder Mitglied in einem ortsansässigen Verein sein. Dies kam also für uns auch nicht infrage. Für die Frauenklasse wurde Anmeldebedingungen gestellt, die wir ebenfalls nicht erfüllen konnten. Aufgrund der körperlichen Beschaffenheit könnten wir uns für die Seniorenklasse melden, die Personalausweise sagen aber etwas Anderes. Was die Super-Sonderklasse ist, blieb mir bis heute verborgen. Deshalb blieb für uns nur die C-Klasse übrig. Diese Klasse ist „offen für alle“. Also auch für aktive Spieler. Wir sollten im ersten Spiel herausfinden, was das heißt.

Es gab in der C-Klasse zwei Gruppen mit jeweils drei Mannschaften. Es wurden gegen beide Gegner Hin- und Rückspiel gespielt, insgesamt also vier Spiele. Jedes Spiel dauerte 20 (!) Minuten. Wir würden also nach den Spielen immer viiiiiel Durst haben.

Im ersten Spiel trafen wir auf den FC Kreuzberg III. „Die dritt Mannschaft kann jo net so stark sin“, haben wir gedacht. Peifedeckel! Ulli enttarnte einige Spieler des Gegners als Aktive der ersten Mannschaft des SC Wemmatia Wemmetsweiler. Die spielen zwar nur Kreisliga A und kriegen sogar dort noch die Hucke voll, für uns würde es aber reichen. Wir nahmen uns vor, in 20 Minuten Spielzeit nicht mehr als neun Gegentore zu kassieren, also einstellig zu bleiben. Erschwerend hinzu kam, dass wir zu diesem Zeitpunkt nur sieben Spieler hatten, also keine Wechselmöglichkeit.
Am Ende hieß es 0:9. Ziel erreicht! Bäm!
Im Rückspiel ließen die Kreuzberger es schon wesentlich langsamer angehen. Uns gab das die Gelegenheit zu eigenen Chancen zu kommen. Markus Mainberger, der als zusätzlicher Spieler ab diesem Zeitpunkt dabei war, war wesentlich daran beteiligt. Dennoch gingen unsere Gegner mit 1:0 in Führung, was wir überraschenderweise durch eine eiskalte Verlade des gegnerischen Torwarts durch Maurice Biedermann ausgleichen konnten. Wir stellten uns nun mit Mann und Maus um den eigenen Strafraum auf und versuchten das 1:1 über die Zeit zu retten. Dies gelang uns auch durch viel Einsatz und etwas Glück bis zur letzten Aktion des Spiels. Flanke von halbrechts, Kopfball, Tor. 1:2 im letzten Augenblick verloren. Zum Kotzen.

Wir mussten also gegen unseren zweiten Gegner, Toyota´s schnelle Flitzer alles rausholen, was in unseren schlaffen Körpern steckte.
Wir rechneten uns durchaus Chancen aus, was sich als nicht allzu realitätsfern herausstellte. Im ersten Spiel gerieten wir zwar erneut in Rückstand, konnten aber durch einen Schuss aus der zweiten Reihe von Michael Marschall ausgleichen. Man merkte den Gemütern an, dass dieses Aufeinandertreffen wesentlich enger zugehen würde als gegen Kreuzberg. Vielleicht lag es daran, dass Herr Kasper plötzlich meinte, sich mal wieder mit dem Unparteiischen anlegen zu müssen (die haben Mittel, mit denen Sie uns für das Spiel benachteiligen können, Anm. d. Red.). Oder war es doch der gegnerische Spieler? Jedenfalls musste uus Ulli dann mal für zwei Minuten zuschauen. In dieser Zeit geschah im Spiel nichts Erwähnenswertes. Ein paar Minuten später kassierten wir allerdings wieder ein Gegentor, welches wir bis zum Ende nicht mehr ausgleichen konnten. 1:2 Niederlage.

Im Rückspiel lief alles ganz ähnlich ab. Zumindest von der Torfolge her. 0:1, 1:1 Ausgleich durch einen gekonnten „Was-auch-immer“ in den Winkel von Andreas Holzinger. Dies hatte Andy kurz vorher schon mal geprobt und kläglich versagt. Anschließend 1:2. So ging es dann auch aus. Ausgeschieden. In der Vorrunde. Mal wieder.

Nichtsdestotrotz hat es wieder viel Spaß gemacht. Vielleicht sollten wir es trotzdem mal mit einem anderen Sport versuchen. Nur nicht mit Tischtennis, Völkerball oder Boule. Da können wir auch nix.

Besonderes Lob gilt Ulli Kasper, der sich mit überragendem und selbstlosem Einsatz von großen Teilen seiner Haut getrennt hat.
Als Erfolg kann man verbuchen, dass niemand ernsthaft verletzt wurde. Langsam wird’s unheimlich, wie robust unsere Knochen und Bänder doch zu sein scheinen. Toi, toi, toi, dreimal schwarzer Kater.

Auf zur nächsten Herausforderung…

 

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Start zum Bundesliga Tippspiel 2011/12

in der abgelaufenen Saison haben wir erstmals ein Bundesliga-Tippspiel veranstaltet.
Dies soll in der kommenden Saison fortgesetzt werden.

Punktesystem für die Spielergebnisse:
Tipp Ergebnis Punkte
Richtiges Ergebnis 3:1 3:1 15
Richtige Differenz 2:0 3:1 9
Richtige Anzahl geschossener Tore/Team 3:0 3:1 7
Richtige Tendenz 1:0 3:1 6
Falsches Ergebnis 2:2 3:1 0

Unterschied gegenüber letztem Jahr: Es wird Zusatz- bzw. Bonustipps geben, wodurch zusätzliche Punkte gewonnen werden können (genaue Punktebewertung steht noch nicht fest).

Bitte um kurze Info, wer mitmachen möchte und wer nicht.
Zum Abschluss ein Hoch dem letztjährigen Gewinner: Ulli Kasper (törööö törööö)

Links zum Tippspiel (über Menü Bundesliga Tippspiel 2011/12 zu erreichen):
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